Programm

Köln kolonial – antikolonial

Bericht und Diskussion

Andernorts sind Statuen in Hafenbecken gestürzt worden, in Köln reitet Kaiser Wilhelm II noch immer hoch erhobenen Hauptes von der Hohenzollernbrücke gen Westen. Ein Herrscher, der für koloniale Verbrechen und Völkermorde, z.B. in „Deutsch-Südwest“, also im heutigen Namibia, steht wie kaum ein zweiter. Die Geschichte Kölner Verwicklungen in den deutschen Kolonialismus ist noch wenig aufgearbeitet: Christliche Missionsgesellschaften, Bürgermeister Konrad Adenauer als stellvert. Vorsitzender der deutschen Kolonialgesellschaft, die Mittäterschaft von Kölnern bei der blutigen Niederwerfung des sogenannten Boxeraufstandes in China, die Raubkunst, die im Rautenstrauch-Joest-Museum lagert, Hitlers Kolonialpläne, die er auch mit Kölner Unternehmen verwirklichen wollte. Es ist höchste Zeit, dass die Kölner*innen sich dieser Geschichte stellen. Denn sie wirkt bis heute fort. Nicht nur, weil die Wunden kolonialer Verbrechen dort weiter schwären, wo sie begangen wurden, sondern auch, weil Nachfahren der Opfer Kölner Bürger*innen geworden sind und zu Recht von uns Rechenschaft verlangen. Wir diskutieren den Stand der Dinge.

Albrecht Kieser N.N.

Do, 22.04. 19-20.30h

Dieser Kurs ist kostenlos.
Nr. 2014Z

Kartäuserwall

Melanchthon-Akademie

Anmeldung erforderlich.

Anmeldung

hinzufügen
zurück zur Übersicht