Programm

“Hurra, diese Welt geht unter!?“

Apokalypse als Hoffnungsliteratur

Die heraufziehende ökologische Krise löst Ängste aus, die oft als Apokalypse bezeichnet werden. Doch Apokalypse bedeutet eben nicht „Weltuntergang“, sondern „enthüllen, aufdecken“. Die biblischen apokalyptischen Texte enthüllen die Gewalt der Weltreiche und öffnen den Blick für das Neue, das der Schöpfergott sprießen lässt. Es sind Hoffnungstexte aus dem Untergrund, von Dissidenten und Exilanten geschrieben, die Gottes Traum einer anderen Welt träumen. Die erschreckende Symbolik entblößt die Gewalt der imperialen Lebensweise, deren Ende sie als frohe Botschaft verkündigt. Biblische Apokalyptik als Vorläufer einer kritischen Theorie, quasi ein Entschwörungsmythos, der den Gläubigen helfen soll, standzuhalten – zu widerstehen, ohne zu brechen. In diesem Online-Vortrag mit anschließender Diskussion wird anhand apokalyptischer Texte und ihrer Wirkungsgeschichte eine ökologisch-emanzipatorische Lesart der Bibel vorgestellt.

Benjamin Isaak-Krauß

Mo, 07.02. 20-21.30h

Dieser Kurs kostet 8,00€.
Nr. 4125H

ONLINE

Melanchthon-Akademie

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