Programm

„Die Stunden, die ich mir zur Arbeit stehle, sind meine glücklichsten“

Ein Vortrag zu den Anfängen des Künstlerinnenberufs

Obwohl sie schöpferisch tätig waren, ausstellten, ihre Werke in Kunstzeitschriften besprochen wurden, blieben Frauen in den Künsten bis weit ins 20. Jh. weniger sichtbar. Nicht nur das tradierte Rollenverständnis, auch die diskriminierende Ausbildungssituation und fehlende Netzwerke machten es Frauen besonders schwer, den Künstlerberuf zu ergreifen und lebenslang erfolgreich auszuüben. Denn im Unterschied zu ihren männlichen Kollegen musste ihr Weg über teure Zeichenschulen, Privatunterricht und Kunstgewerbeschulen führen: Erst 1919 erhielten sie in Deutschland überhaupt Zugang zu staatlichen Akademien. Selbst in ihrer Zeit anerkannte Künstlerinnen gerieten durch Heirat oder nach dem Tod schnell in Vergessenheit. Am Beispiel ausgewählter rheinischer Expressionistinnen referiert die Kunsthistorikerin Dr. Christiane Heiser über den schwierigen Weg zur Anerkennung und stellt den aktuellen Forschungsstand zum Thema vor.

Dr. Christiane Heiser

Do, 10.03. 18-20.15h

Dieser Kurs kostet 10,00€.
Nr. 6104F

Kartäuserwall

Melanchthon-Akademie

Anmeldung

hinzufügen
zurück zur Übersicht