Programm

25 Jahre ökumenischer Konsens in der Rechtfertigungslehre – und nun?

Anstöße zur Reflexion und Revision

25 Jahre Konsens in der Rechtfertigungslehre lässt fragen, wie die Unterzeichner-Kirchen dem erklärten Ziel verbindlicher Kirchengemeinschaft näher kommen können. Darüber hinaus ist diese theologische Lehre angesichts der aktuellen Herausforderungen neu zu bedenken. Zum einen befreit die biblische Rechtfertigungslehre gemeinsame kirchliche Beiträge zu den ethischen Dilemmata von der Fixierung auf die übliche Frage „Wie werde ich mehr oder weniger schuldig?“ zu der gebotenen Frage „Was fördert mehr oder weniger das Wohl des Nächsten?“ Sie zerstört die verführerische Illusion einfacher Lösungen und hilft zur Anerkenntnis eigener Grenzen und ermutigt zu Versuchen, die Fragmente bleiben. Angesichts des Skandals sexualisierter Gewalt im Raum der Kirchen wird aber auch deutlich, welchen Anteil diese gemeinsame Theologie der Kirchen am Skandal ihres Handelns hat. Die Rechtfertigungslehre der abendländischen Kirchen ist tendenziell täterorientiert und opfervergessen. Sie bedarf einer kritischen Reflexion, einer Re-vision und Re-formulierung.

Dr. Rainer Stuhlmann

Mo, 04.11. 19-21 (2 UStd)

Dieser Kurs kostet 5,00€.
Nr. 1073B

Haus der Ev. Kirche, Kartäusergasse 9-11

Melanchthon-Akademie

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