Programm
Kulturfrühstück im September
Matisse und seine Schule
Paris, um die Jahrhundertwende: Während der Impressionismus inzwischen besser akzeptiert wird und der neuere Skandal der Malerei von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin langsam abklingt, bahnt sich die nächste Revolution in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts an. In Frankreich ist ab 1905 eine rebellische, lose Künstlergruppe um Henri Matisse aktiv: In wenigen, für die Kunstgeschichte folgenreichen Jahren vermitteln diese Maler ungewohnte geistige Inhalte durch einen für das damalige Publikum schockierenden Umgang mit der Farbe und läuten damit den europäischen Expressionismus ein. Wir besuchen die Ateliers des Meisters und einiger herausragender Künstler aus seinem Umkreis (u.a. André Derain, Maurice de Vlaminck und Suzanne Valadon), in denen ein enger und freundschaftlicher Austausch unter den Kollegen stattfand, und verfolgen die weitere Aktivität von Matisse selbst, der in seinem langen und sehr produktiven Leben sich immer wieder neu erfand: von den konventionelleren Anfängen über die eigenwilligen Formen und Farben der Fauve-Phase bis zu den flacheren Papierarbeiten und bunten Scherenschnitten, die bei aller Vielfalt bis heute mit ihm identifiziert werden und Publikumslieblinge sind.
Dr. Donatella Chiancone-Schneider
Do, 17.09. 10.45-12.15 (2 UStd)
Dieser Kurs kostet 10,00€.
Nr. 6230F
Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9
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