Programm
Lieber Max
Eine Enkelin liest aus den Kriegstagebüchern ihrer Großmutter
Was bleibt, wenn die Sprache versagt und trotzdem etwas gesagt werden muss? Gisela ist seit Monaten von ihrem Mann Max getrennt, eingezogen als Soldat, irgendwo an einer Front in der Ferne. Das einzige, was sie tun kann, ist, zu ihren eigenen Waffen zu greifen: zu Stift und Papier. Tag für Tag schreibt sie – nicht um zu berichten, sondern um zu halten, was auseinanderzufallen droht.
Ihre Enkelin hat diese Briefe gefunden und ihnen eine neue Form gegeben: Erzählt wird die Geschichte nicht aus Giselas Sicht, sondern aus der eines allgegenwärtigen Beobachters – des Krieges selbst. Eine Perspektive, die fragt, was Krieg mit denen macht, die nicht kämpfen, aber jeden Tag mit ihm leben müssen.
An diesem Tag stellt „die Enkelin“, Debüt-Autorin Annika Bremicker, ihr Buch vor. Eine Lesung über Nähe und Distanz, über das, was Worte vermögen, wenn sonst nichts bleibt.
Thomas Frerichs
Annika Bremicker
Do, 08.10. 19-20.30 (2 UStd)
Dieser Kurs ist kostenlos.
Nr. 6211F
Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Kartäusergasse 9-11
Anmeldung erforderlich.
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